Balbín-Quelle (Balbínův pramen)
Sanfter eisenhaltiger Säuerling
Ein stiller Waldaustritt am Rand des Balbín-Moors im Norden der Stadt, benannt nach dem Gelehrten Bohuslav Balbín. Wer die Quellen abseits der Kolonnade sucht, findet hier Wald, Vogelstimmen — und einen Säuerling, den nur wenige Kurgäste kennen.
Auf einen Blick
Wo sie entspringt
Waldquelle in der Umgebung
Art
Trinkquelle
Klassifikation
Hydrogencarbonat-Magnesium-Kalzium-Natrium-Säuerling, kalt, hypotonisch, mittel mineralisiert
Zusammensetzung aller Quellen im VergleichTraditionell genutzt bei
Der Austritt liegt im Naturdenkmal des Quellgebiets am Balbín-Teich zwischen dem Viertel Hleďsebe und den Wäldern nördlich der Stadt. Die umliegenden Moorwiesen gehören zu den letzten Standorten des seltenen Sonnentaus — die Quelle verdient daher einen stillen, rücksichtsvollen Besuch.
Aus der Geschichte
Entdeckt wurde die Quelle 1853 beim Abbau von Torf, der damals in den Kurbetrieben zum Einsatz kam; nach und nach traten drei Austritte zutage. Für Trinkkuren wurde sie früher nicht genutzt, sie war lediglich Ausflugsziel. 1921 wurde sie gefasst, und ihr Wasser wird seither über eine Leitung ins Neue Bad geführt, wo es für Kohlensäurebäder dient. Im Stadtzentrum lag ihre Trinkstelle laut dem Buch von 2018 an der Skulpturengruppe der Monarchen.
Quelle: Mineralquellen in Marienbad für die Trinkkur (Bartoš, Nečasová, Knára, 2018).
So funktioniert die Trinkkur
Getrunken wird langsam, in kleinen Schlucken, meist vor den Mahlzeiten — traditionell aus dem Schnabelbecher, der das Wasser direkt zu den Backenzähnen führt. Welche Quelle, wie viel und wie oft: Das legt Ihr Kurarzt fest, denn jedes Wasser wirkt anders. Diese Seite informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.
