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Römisches Bad — Ensana Nové Lázně, Marienbad

Ensana Nové Lázně · seit 1896

Römisches Bad

Eine gläserne Decke, einundzwanzig Säulen aus dunkelrotem Marmor und vergoldete Löwenköpfe über dem Wasser. Das Römische Bad ist keine Kulisse — Sie baden in einem Denkmal, das seit 1896 ununterbrochen seinem Zweck dient.

So kommen Sie ins Römische Bad

Das Römische Bad gehört zum Fünf-Sterne-Hotel Nové Lázně und ist kein öffentliches Bad mit Tageskasse. Genau deshalb treffen Sie dort nie eine Menschenmenge an.

Der sicherste Weg — übernachten Sie

Gäste der Hotels Ensana Nové Lázně und Ensana Centrální Lázně haben im Rahmen ihres Aufenthalts Zugang zum Römischen Bad. Das ist mit Abstand die bequemste und verlässlichste Art, es ohne Rücksicht auf die Kapazität zu genießen.

Gäste des Hotels Ensana Hvězda haben ab einem Aufenthalt von mehr als drei Nächten Zugang zum Becken im Römischen Bad.

Besuch von außerhalb

Der Eintritt ist auch für Gäste möglich, die nicht bei uns wohnen — jedoch ausschließlich nach vorheriger Reservierung und nach aktuell freier Kapazität. Vereinbaren Sie Ihren Termin vorab per E-Mail an der Spa-Rezeption.

Ohne vorherige Reservierung ist der Eintritt nicht möglich. Die Kapazität richtet sich nach dem Betrieb der Kurabteilung und nach den Hausgästen und kann daher weder im Voraus garantiert noch für eine bestimmte Uhrzeit zugesagt werden.

Reservierung und Fragen

spa.nl@ensanahotels.com

Was uns die Geschichte erzählt

Das Neubad entstand aus einer schlichten Tatsache: Die Stadt wurde ihrem eigenen Erfolg nicht mehr gerecht. Was wir heute als architektonisches Kleinod bewundern, war vor allem eine Antwort auf fehlende Kabinen.

  1. 1872

    Der erste Zug trifft ein

    Die Eisenbahn öffnete Marienbad nach Europa, die Gästezahlen stiegen sprunghaft. Die bestehenden Kapazitäten reichten nicht mehr aus, ein großer Umbau wurde unumgänglich.

  2. vor 1890

    Das alte Neubad und die „Stahlbäder"

    Der ursprüngliche Bau hatte 42 Kabinen, darunter jene für die sogenannten Stahlbäder. So nannte man im 19. Jahrhundert ein Bad in der Ambrosiusquelle — das Wasser war so eisenhaltig, dass es die Wanne rostrot färbte und den Patienten „stählerne Gesundheit" versprach.

  3. 1892–1896

    Ein Bau, der die Saison nicht stören durfte

    Den Anstoß gab Abt Alfred Clemens: Er entschied über den Bau, sicherte die Finanzierung und gab dem Projekt eine klare Vision. Gebaut wurde vier Jahre lang und stets nur im Winter, außerhalb der Hauptsaison, damit der Kurbetrieb weiterlief. Nach Schaffers Umbau verdoppelte sich die Zahl der Kabinen.

  4. 1. Juni 1896

    Feierliche Eröffnung

    Entworfen hat das Gebäude der in Marienbad geborene Josef Schaffer. Seine Inspiration fand er auf Reisen durch Italien — in Venedig, Bologna und Florenz; Elemente der italienischen Renaissance gaben dem Bau seinen zeitlosen Charakter. Die Initialen des Abtes A. C. und A. T. (Abbas Teplensis) sind bis heute in den Giebel gemeißelt.

Ein Saal, der nie außer Betrieb ging

Die gläserne Decke flutet den Innenraum mit weichem Tageslicht, das sich auf den Wasserflächen spiegelt und die Monumentalität des Saales unterstreicht. Das Römische Bad zählt zu den wertvollsten und am besten erhaltenen Beispielen europäischer Kurarchitektur des späten 19. Jahrhunderts.

Säulen
21 Säulen aus dunkelrotem Salzburger Marmor
Kapitelle
Weißer Carrara-Stein
Wasserspeier
Vergoldet, in Form von Löwenköpfen
Fliesen
Farbige Majolika
Becken
Zwei originale, ein drittes mit Gegenstromanlage aus der modernen Sanierung
Licht
Gläserne Decke, Tageslicht über die gesamte Saallänge

Die königlichen Kabinen

Das Neubad wurde rasch zum Ziel des europäischen Adels. Zum Komplex gehören zwei private Badekabinen, die bis heute der besonderen Balneotherapie dienen.

Die Königskabine gehörte dem britischen König Edward VII., der Marienbad insgesamt neunmal besuchte; seine Kohlensäurebäder wurden zum Symbol für das Prestige der hiesigen Behandlungen. Die Kabine hat ihre originale Ausstattung bewahrt — einen kupfernen Dampfkessel, einen historischen Ofen, luxuriöse Majolikafliesen und Vogelbilder an den Wänden. Die Türen zur Loggia zieren originale bemalte Gläser aus der berühmten Tiroler Werkstatt Geyling, die im Sonnenlicht in allen Farben schimmern. Der Aufenthalt in der Kabine sollte an einen Gartenpavillon inmitten der Natur erinnern.

Die Kaiserkabine trägt den Namen Franz Josephs I.

Was heute dazugehört

An den historischen Saal schließt ein modernes Wellnessangebot an.

In den Becken ist gewöhnliches Wasser, nur schonender gechlort als in einem normalen Schwimmbad. Das Mineralwasser bleibt den Wannenbädern vorbehalten — beides ergänzt sich wunderbar: zuerst das Bad als Anwendung, dann die Ruhe unter dem Marmorgewölbe.

Fotogalerie

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