Was Sie über den Ablauf Ihrer Kur wissen sollten
Das Folgende sind die Hinweise, die die Ärzte der Marienbader Kurhäuser ihren Gästen mitgeben. Vieles davon erfährt man sonst erst vor Ort — und manches, etwa die Kurreaktion am dritten Tag, erschreckt ohne Vorwarnung.
Was der Arzt entscheidet und was nicht
- 1 Welche Anwendungen für Sie geeignet sind, besprechen Sie immer mit Ihrem Arzt.
- 2 Die Verordnung jeder Anwendung ist individuell und richtet sich nach der Erkrankung und Ihrem gesamten Gesundheitszustand. Das Behandlungsprogramm legt ausschließlich der behandelnde Arzt fest.
- 3 Auch zur Trinkkur entscheidet der Arzt. Trinken Sie nie mehr Mineralwasser, als Ihnen verordnet wurde.
- 4 Vertragen Sie eine Anwendung nicht, sagen Sie es Ihrem behandelnden Arzt — der Plan wird dann geändert.
- 5 Ändern Sie die zu Hause verordneten Medikamente nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes.
Der Ablauf vor Ort
- 1 Ihr Behandlungsplan wird von einem Rechner geführt. Halten Sie die vereinbarten Zeiten ein; wenn das einmal nicht geht, wenden Sie sich an eine Schwester im Kurhaus.
- 2 Probleme während des Aufenthalts klären Sie am besten sofort vor Ort mit den Verantwortlichen, nicht erst nach der Abreise.
- 3 Oft am dritten und vierten Tag der Kur tritt die sogenannte Kurreaktion ein: Sie fühlen sich vorübergehend schlechter. Das ist bekannt und geht vorüber.
Was Sie über die Anwendungen wissen sollten
- 1 Die Moorpackung ist für Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung eine erhebliche Belastung. Ob sie für Sie geeignet ist, entscheidet immer der Arzt.
- 2 Bitten Sie nie um eine andere Temperatur des Mineralbads als die verordnete. Grundsätzlich gilt: Je kühler das Mineralbad, desto wirksamer ist es und desto mehr perlt es.
- 3 Die Mineralbäder in Marienbad enthalten neben Kohlendioxid und Mineralsalzen auch Huminsäuren, einen wesentlichen Bestandteil des Moores.
- 4 Die Reflexmassage ist ein spürbarer Eingriff in den Körper und kann ernste Begleiterscheinungen auslösen — Atemnot, Bauchschmerzen, einen Blutdruckabfall oder plötzliche Müdigkeit. Sie wird deshalb ausschließlich vom Arzt verordnet, nach Beurteilung Ihres aktuellen Gesundheitszustands.
Was Sie über die Quellen wissen sollten
- 1 Die Rudolfsquelle ist für Gäste mit Phosphat-Nierensteinen nicht geeignet.
- 2 Die Marienquelle ist keine Mineralwasserquelle. Aus ihr tritt natürliches Heilgas aus, das für trockene Gasbäder und Gasinjektionen verwendet wird.
Diese Hinweise ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrem Kurarzt. Über Ihren Behandlungsplan entscheidet er bei der Eingangsuntersuchung und passt ihn während des Aufenthalts an.
Häufige Fragen
Was ist die Kurreaktion?
Oft am dritten und vierten Tag der Kur fühlen sich Gäste vorübergehend schlechter — das nennen die Ärzte vor Ort die Kurreaktion. Sie ist bekannt, gehört zum Verlauf und geht vorüber. Wenn die Beschwerden stark sind oder länger anhalten, sagen Sie es Ihrem Kurarzt.
Warum darf ich die Temperatur des Mineralbads nicht ändern?
Weil die Temperatur Teil der Verordnung ist. Grundsätzlich gilt: Je kühler das Mineralbad, desto wirksamer ist es und desto mehr perlt es — ein wärmeres Bad fühlt sich angenehmer an, ist aber nicht dasselbe. Bitten Sie deshalb nie um eine andere Temperatur als die verordnete.
Darf ich so viel Mineralwasser trinken, wie ich möchte?
Nein. Menge, Quelle und Zeitpunkt legt der Kurarzt fest, und zwar für Sie persönlich: Die Marienbader Quellen unterscheiden sich chemisch erheblich, und was der einen Diagnose hilft, passt bei einer anderen nicht. Trinken Sie nie mehr, als verordnet ist.
Ist die Marienquelle zum Trinken geeignet?
Nein, sie ist überhaupt keine Mineralwasserquelle. Aus ihr tritt natürliches Heilgas aus, fast reines Kohlendioxid, das für trockene Gasbäder und für Gasinjektionen verwendet wird. Getrunken wird an den anderen Quellen des Ortes.
Quellen
Studien und offizielle Dokumente, auf die sich dieser Artikel stützt. Unsere Inhalte ersetzen keine ärztliche Beratung.
- Léčebné lázně Mariánské Lázně — Ensana Health Spa Hotels — Hinweise und Informationen für Kurgäste aus der Behandlungsbroschüre des Betreibers.
Gesundheitsangaben zuletzt geprüft:
