Ambrosiusquelle (Ambrožův pramen)
Eisenhaltiger Säuerling
Eine eisenhaltige Quelle, die einer Legende um Goethe und Ulrike von Levetzow zufolge „Quelle der Liebe“ heißt — früher bei Blutarmut empfohlen, traditionell auch bei Beschwerden der Harnwege. Die Quelle finden Sie im Kurpark unterhalb des Goetheplatzes.
Auf einen Blick
Wo sie entspringt
Parks & Stadt
Art
Trinkquelle
Klassifikation
einfache eisenhaltige Säuerlinge, kalt, hypotonisch, schwach bis mittel mineralisiert
Zusammensetzung aller Quellen im VergleichTraditionell genutzt bei
Die drei Austritte der Ambrosiusquelle finden Sie im Park unterhalb der Kolonnade, unweit des Zentralbads. Ihr höherer Eisengehalt trug ihr den Ruf einer Quelle gegen Blutarmut ein. Mit ihr ist auch eine Legende verbunden: Goethe, der in den Jahren 1821–1823 in Marienbad kurte, begegnete hier seiner letzten großen Liebe, der jungen Ulrike von Levetzow — und der Überlieferung nach trank er damals regelmäßig von der Ambrosiusquelle. Deshalb heißt sie „Quelle der Liebe“, und wer sich in Marienbad verlieben möchte, trinkt von ihr.
Aus der Geschichte
Die nach dem Tepler Abt Hieronymus Ambrosius benannte Quelle beschrieb A. J. Scrinci bereits 1760 als gewöhnliches Trinkwasser. 1826 ersetzte ein Pavillon im neugotischen Stil den ursprünglichen hölzernen Unterstand. Als 1925 der Eisengehalt, dessentwegen man die Quelle trank, deutlich zurückging, wurde die Fassung ein Jahr später vollständig erneuert: In 7 m Tiefe wurden drei Gruppen von Austritten gefasst, die bis heute in drei Vasen fließen. In ihrer Zusammensetzung unterscheiden sie sich nur wenig.
Quelle: Mineralquellen in Marienbad für die Trinkkur (Bartoš, Nečasová, Knára, 2018).
So funktioniert die Trinkkur
Getrunken wird langsam, in kleinen Schlucken, meist vor den Mahlzeiten — traditionell aus dem Schnabelbecher, der das Wasser direkt zu den Backenzähnen führt. Welche Quelle, wie viel und wie oft: Das legt Ihr Kurarzt fest, denn jedes Wasser wirkt anders. Diese Seite informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.
