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Trinkquelle

Karolinenquelle (Karolinin pramen)

Säuerling mit Magnesium und Kalzium

Die nach Kaiserin Karoline Auguste benannte Quelle wird traditionell bei Nierensteinen empfohlen; ihr Wasser enthält Magnesium und Kalzium. Ihr Pavillon gehört zum Ensemble rund um die Kolonnade, wenige Schritte von der Singenden Fontäne.

Karolinenquelle (Karolinin pramen)
© Gerd Eichmann · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

Wo sie entspringt

An der Kolonnade

Art

Trinkquelle

Klassifikation

Hydrogencarbonat-Natrium-Magnesium-Kalzium-Säuerling, eisenhaltig, kalt, hypotonisch, stark mineralisiert

Zusammensetzung aller Quellen im Vergleich

Traditionell genutzt bei

Nieren & Harnwege

Ursprünglich hieß sie Neue Quelle; den Namen der Kaiserin Karoline Auguste erhielt sie 1819. Traditionell wird sie bei Nierensteinen unbekannter Zusammensetzung und bei Oxalatsteinen verordnet; ob sie in Ihren Behandlungsplan gehört, entscheidet der Kurarzt. Laut dem Ärztlichen Katalog von Ensana 2025 hat sich ihre Zusammensetzung in den letzten Jahren verändert, der Magnesium- und Kalziumgehalt ist gesunken. Ihr ist die Karolinenbrunnen-Kolonnade gewidmet, eines der meistfotografierten Bauwerke der Stadt.

Aus der Geschichte

Entdeckt wurde die Quelle 1809 bei der Umgestaltung der Promenade zwischen Kreuzbrunnen und Zentralbad und hieß zunächst schlicht „Neue Quelle“. 1811 erhielt sie einen Pavillon auf acht korinthischen Säulen, 1872 ersetzte ihn eine erhöhte zweiflügelige Kolonnade. Lange diente die Quelle nur für Bäder im Neuen Bad; erst 1981 wurde sie wieder zur Kolonnade geführt. In den Jahren 1986–1990 entstand anstelle der alten Kolonnade eine um 12,8 m zum Kreuzbrunnen verschobene Replik; den ursprünglichen Austritt markiert das Steinpflaster.

Quelle: Mineralquellen in Marienbad für die Trinkkur (Bartoš, Nečasová, Knára, 2018).

So funktioniert die Trinkkur

Getrunken wird langsam, in kleinen Schlucken, meist vor den Mahlzeiten — traditionell aus dem Schnabelbecher, der das Wasser direkt zu den Backenzähnen führt. Welche Quelle, wie viel und wie oft: Das legt Ihr Kurarzt fest, denn jedes Wasser wirkt anders. Diese Seite informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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