Marienquelle (Mariin pramen)
Natürliches CO₂-Gas (99,7 %)
Keine Quelle im klassischen Sinn: Aus der Tiefe tritt hier kein Wasser aus, sondern fast reines Kohlendioxid (99,7 %) — das „Mariengas“, das sich nur sekundär im seichten Grundwasser löst. Eben dieser Gasaustritt gab der Stadt ihren Namen. In Trockenbädern und Gasinjektionen fördert das Gas die Durchblutung und entlastet Herz und Gefäße; die Anwendung gibt es exklusiv in den Kurhäusern.
Auf einen Blick
Wo sie entspringt
Parks & Stadt
Art
CO₂-Gasquelle — nicht trinken
Traditionell genutzt bei
Der schweflige Geruch dieses Gasaustritts gab dem Ort einst den Namen „Stinkende Wiese“, ehe man ihn nach einem Marienbild umbenannte — genutzt wurde er schon vor der Gründung des Kurorts. Das Gas wird heute gefasst und im benachbarten Kurhaus Maria Spa in trockenen CO₂-Bädern und Gasinjektionen angewendet — jener Behandlung, die Marienbad berühmt gemacht hat. Der Austritt liegt hinter dem Zentralbad; baden lässt sich darin freilich nicht.
Aus der Geschichte
Wohl die am längsten genutzte Heilquelle der Stadt: 1609 kurierte sich hier Joachim von Kolowrat-Liebsteinsky auf Anraten des Schlaggenwalder Arztes M. Raudenius mit dem Wasser des sogenannten „Stinkers“. Der Name Marienquelle ist seit 1766 belegt; der Sage nach geht er auf ein Marienbild zurück, das ein ausgedienter Soldat aus Dank für seine Heilung an einen Baum heftete. Die Austritte lagen in einem kleinen Torfmoor. 1929–1932 wurden sechs Austritte gefasst, und nach 2006 entstand ein Gasbecken, aus dem das Gas für die Anwendungen gepumpt wird.
Quelle: Mineralquellen in Marienbad für die Trinkkur (Bartoš, Nečasová, Knára, 2018).
So wird das Quellgas angewendet
Das Gas dieser Quelle wird nicht getrunken, sondern in den Kurhäusern angewendet: als trockenes CO₂-Bad im Wannensack oder als Gasinjektion unter die Haut. Beide Anwendungen verordnet und dosiert der Kurarzt. Diese Seite informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.
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