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Trinkquelle

Ferdinandsbrunnen (Ferdinandův pramen)

Kräftiger Glaubersalz-Säuerling

Die älteste schriftlich belegte Quelle Marienbads — schon im 16. Jahrhundert versuchte man hier, Salz zu sieden. Ihre Wirkung ähnelt dem Kreuzbrunnen, der Geschmack ist noch kräftiger. Der hübsche Pavillon steht im unteren Stadtteil Úšovice und ist ein lohnendes Spazierziel.

Ferdinandsbrunnen (Ferdinandův pramen)
© Lubor Ferenc · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

Wo sie entspringt

Parks & Stadt

Art

Trinkquelle

Klassifikation

Sulfat-Hydrogencarbonat-Chlorid-Natrium-Säuerling, kalt, hypotonisch, sehr stark mineralisiert

Zusammensetzung aller Quellen im Vergleich

Traditionell genutzt bei

Verdauung Stoffwechsel

Ihren Namen trägt sie nach Ferdinand I., unter dessen Herrschaft man hier im 16. Jahrhundert Salz zu gewinnen versuchte. Das Wasser ist sehr stark mineralisiert — unter den analysierten Trinkquellen übertrifft es nur der Kreuzbrunnen. Zur Kolonnade von 1826–1827 führt ein angenehmer Spaziergang durch den Auschowitzer Park, unterwegs lässt sich auch die Antoniusquelle kosten. Im Kurhotel Butterfly wird das Wasser seit 2025 wieder auch für traditionelle Sulfatbäder genutzt, vor allem für Gäste mit Hauterkrankungen; ob sie in den Behandlungsplan gehören, entscheidet der Kurarzt.

Aus der Geschichte

Die älteste urkundlich belegte Quelle Marienbads: In einer Urkunde bat König Ferdinand I. den Tepler Abt um Wasserproben, um zu prüfen, ob hier Kochsalz lagere. Lange war der Austritt ein Sumpf mit Ausblühungen von Mineralsalzen; die erste ordentliche Fassung in einem 6,5 m tiefen Holzschacht und den heutigen Namen erhielt die Quelle erst 1819 — bis dahin hieß sie Auschowitzer Brunnen. Ab 1869 wurde das Wasser ins Neue Bad gepumpt, ein Jahr später auch zur Kolonnade. Erkundungsarbeiten 1922–1930 erfassten weitere Austritte in der Umgebung; für die Trinkkur dient Ferdinand I., gefasst durch eine 20,5 m tiefe Bohrung.

Quelle: Mineralquellen in Marienbad für die Trinkkur (Bartoš, Nečasová, Knára, 2018).

So funktioniert die Trinkkur

Getrunken wird langsam, in kleinen Schlucken, meist vor den Mahlzeiten — traditionell aus dem Schnabelbecher, der das Wasser direkt zu den Backenzähnen führt. Welche Quelle, wie viel und wie oft: Das legt Ihr Kurarzt fest, denn jedes Wasser wirkt anders. Diese Seite informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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